Alien Nature + TMA: CD Kritik von A. Pawlowski

Alien Nature + TMA: Hydra
SynGate, 2010

5 Titel, 70:05 Min.

1. Hydra 15:50
2. Eclipse 10:14
3. Reflections 10:15
4. Outland 14:22
5. Diorama 19:25

Zum Album „Medusa“ (2009) hatte ich den Wunsch geäußert, dass Wolfgang Barkowski (Alien Nature) und Torsten Abel (TMA)  es nicht bei dieser einen gemeinsamen Veröffentlichung belassen, sondern in Zukunft mehr von ihnen zu hören ist (s. schalldruck 39, Febr. 2010). Mein Wunsch wurde erfüllt, das Ergebnis heißt „Hydra“ und umfasst fünf lange Stücke.
Zeitweise wächst sich das Duo zum Trio aus. Bei „Reflections“ und „Outland“ verstärkt Martin „Martinson“ Rohleder die beiden Elektroniker mit seinen E-Gitarren.
Es heißt ja oft, dass das zweite Album sehr schwierig sei, weil die Erwartungen nach dem Debüt meist hoch sind (vorausgesetzt, der Erstling ist ein Erfolg). Nun, große Erwartungen hatte ich allerdings, aber die werden mit „Hydra“ mehr als erfüllt. Die Qualität dieses Albums ist mindestens ebenso hoch wie bei „Medusa“, ich finde die Melodien nicht minder erstklassig, die verwendeten Sounds aber ausgereifter als auf dem Vorgänger.
Die Musik auf „Hydra“ ist kräftiger, vielleicht kann man sogar sagen: rockiger, geworden. Auffallend und beeindruckend finde ich den Sound des Schlagzeugs. Das klingt so echt, dass man meint, es wirkt ein menschlicher Drummer mit. Vor allem beim Titelstück und bei „Reflections“ hört man das gut.
Ein weiterer Pluspunkt dieser CD sind Martin „Martinson“ Rohleder und seine E-Gitarren. So zurückhaltend er bei „Reflections“ spielt, so prominent im Vordergrund hört man ihn bei „Outland“. Ich finde es immer wieder erstaunlich, wie sehr E-Gitarren die Musik prägen. Auch hier sind es beileibe nicht nur Nuancen, die Martinson beisteuert.
Der Titel „Diorama“ wurde laut Booklet speziell für ein Konzert des Ambient Circle, dem Wolfgang und Torsten ebenfalls angehören, komponiert. Also hat dieses Stück eigentlich eine etwas andere Ausrichtung. Trotzdem fügt sich „Diorama“ perfekt in das Album ein. Ich denke, dass es entsprechend arrangiert wurde, aber das hätte ja auch daneben gehen und den Charakter des gesamten Albums verderben können. Es spricht für die beiden Musiker, dass das nicht passiert ist.
Übrigens – zuerst „Medusa“, jetzt „Hydra“: Wenn die ganze griechische Mythologie thematisert wird, dann haben wir noch einiges zu erwarten… Ich bin dabei!

Bezug: http://www.syngate.net

Andreas Pawlowski

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